Mittwoch, 27. August 2008

Malen nach Zahlen.

Eigentlich hätten die Ledersachen ja jetzt Vorrang und ich habe auch schon passendes Kunstleder, aber ich bin damit nicht hundert prozentig zufrieden und warte deswegen noch auf eine Stoffprobe... Also geht's mit der Planung für das Kettenhemd weiter.

Mittlerweile ist wohl klar, dass es (zumindest dieses Mal) kein echtes Kettenhemd wird, da das wohl zu teuer, aufwändig, schwer und warm wäre. Daher habe ich den Platz unter der Tunika jetzt auch nicht mehr eingeplant. Aber so ganz ohne ist ja auch blöd, vor allem wegen dem phänomenalen Schlitz an der Seite. Stellt euch vor, ich hätte da keine Hose drunter! - obwohl, nein, stellt's euch lieber nicht vor! :P

Also hab ich über Alternativen nachgedacht:

Netzstoff/Netztop: Gibt es schon mal gar nicht in gold (außer man möchte 25m) und selbst gelb ist wahrscheinlich sehr schwer zu finden (kein Wunder). Aber passenden Netzstoff aus Naturfaser aka färbbar hab ich auch nicht entdeckt. Und so ein "sexy enganliegendes Shirt" ist auch nicht wirklich geeignet...

Gardinenringe: Hab ich von einem Kettenhemdbastler empfohlen bekommen, aber trotz viel Fantasie ist mir nicht ganz klar, wie das dann aussehen soll. Vor allem, weil ich Gardinenringe nur mit etwa 4cm Durchmesser kenne. Das würde dann hinterher wohl an ein Kettenhemd für Grobmotoriker und Kleinkinder aussehen *g*

Stricken: Ich hab's ausprobiert und finde, dass die linke Seite gar nicht mal so kettenhemdunähnlich aussieht. Und bei entsprechender Nadelstärke müsste das relativ flott gehen. (Jetzt bitte in metallisch und dreckig statt sonnenscheingelb vorstellen.)


Und mein Favourit - Jute: Hab ich bei einem anderen Kostüm gesehen und sieht mit entsprechender Bearbeitung gar nicht mal so schlecht aus:

Dann könnte ich immerhin behaupten, dass ich selbst im Kartoffelsack noch gut aussehe :D

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17:57

Dienstag, 26. August 2008

Mit Persil wär' das nicht passiert.

So, die Hose hat ja nun nicht mehr besonders lange gedauert (ich trödel nur bei den Updates :P).

Saum umnähen.

Bund dran.

Knopfloch dran.

Fertig! :D

Die Knöpfe mache ich (wie so vieles ._.') nach dem Färben, weil ich keine Ahnung habe, wie sie das vertragen. Ich hätte sie schon ganz gerne so hell und bei meinem Glück haben sie hinterher die gesamte dunkle Farbe in sich aufgesogen...

Also weiter zum Hemd. Ich bin ja froh, dass ich mir sonst nie was weißes nähe. Die Sachen werden ja vom Anschauen schon schmutzig. Aber zum Glück macht das bei diesem Projekt ja gar nix :3

So, beim Hemd musste ich erstmal schauen, ob es denn überhaupt passt, aber weil ich meinen Kopf nicht durch dieses kleine Loch zwängen kann -

- musste erstmal der Schlitz gemacht werden. Das war so ziemlich dasselbe Prozedere wie bei der Tunika.
Ein schmaler Stoffstreifen dient als Besatz und wird rechts auf rechts aufgelegt und festgenäht.

Entlang der grauen Linien in der Mitte wird eingeschnitten

und dann nach innen gewendet.

Weil's mir gepasst hat, kommen als nächstes die Ärmel dran. Die müssen eingehalten eingenäht werden um sich besser an den Arm anzupassen. Also zwei Heftnähte gemacht und Stoff zusammen geschoben. Allerdings frage ich mich jedes Mal, wie man so viel Stoff faltenfrei gerafft bekommen soll...

Ordentlich feststecken, damit auch nichts verrutscht :]

Ärmel einnähen ist immer ein wenig nervig. Man kommt immer nur Zentimeter weit und muss dann alles hin und her schieben um die nächsten Zentimeter zu nähen

Viele Geschiebe und einige Nadelstiche später: Ein bißchen wellig ist es geworden, aber im großen und ganzen recht faltenfrei. Bügeln würde vielleicht helfen, aber mir fehlt so ein praktisches Ärmelbügelbrettchendings (note to self: Zu Weihnachten wünschen).

Beim Kragen habe ich mir erst überlegt, ob es nicht reicht, Vorder- und Hinterteil am Halsausschnitt überstehen zu lassen, dann wäre da auch keine Naht. Aber einerseits hat mein räumliches Vorstellungsvermögen da versagt und andererseits kann ich micht daran erinnern, sowas jemals gesehen zu haben und das wird dann wohl seine Gründe haben...
Also als Extra-Teil. Dafür hab ich einfach den Kragensteg vom Hemdenschnitt verwendet. Wird also wie ein einfacher Stehkragen.

Beim ersten Ranstecken hat sich gleich heraus gestellt, dass der Kragen mindestens zwei Zentimeter zu lang ist (nur Burda weiß warum...), aber sowas lässt sich ja leicht korrigieren.

Letztendlich ging's aber dann:

Bei den Ösen habe ich zusätzlich zu den vier oben noch vier weiter unten gemacht, damit da nicht so eine Lücke klafft.

Das Band für die Ösen muss noch warten, weil ich es nicht schaffe, den 5mm breiten Tunnel zu wenden :[ Ich seh mich schon am allerletzten Tag die ganzen Kleinigkeiten erledigen, die jetzt noch fehlen ._.'

Ärmel- und unterer Saum:


Quasi auch fertig! :D² (mein Hals ist auch nicht so dick wie der der Puppe :P)

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16:36

Donnerstag, 21. August 2008

Gut getarnt ist halb genäht.

So allmählich merke ich mal wieder, wie sehr es mich annervt, ständig nur am selben Projekt zu arbeiten. (Und wenn ich dran denke, was für Arbeit noch vor mir liegt .____.') Aus diesem Grund komme ich momentan auch nur sehr langsam vorran und vertrödel meine Zeit lieber mit Nudeln kochen und Leute stalken :[

---

An der Hose hab ich diesmal den Schlitz gemacht. Ich hab mich nun für Knöpfe entschieden und war schon fast am verzweifeln, weil man im Laden statt einfachen Holzknöpfen nur kantige Blingbling-Knöpfe findet. Zum Schluss hab ich dann zum Glück aber noch diese Schätzchen entdeckt:

Weil ich Knöpfe statt Reißverschluss verwende, ist die Verarbeitung minimal anders (nicht, dass ich hier jemals auf die Verarbeitung mit RV eingegangen wäre, aber egal...), daher hier mal halbwegs ausführlich (allerdings auch nur so, wie ich es mir zurecht gedacht habe - offiziell geht's womöglich anders).

Der erste Schritt ist wie beim RV auch - die Nahtzugaben der linken Seite werden eingebügelt, allerdings nicht an der Nahtstelle, sondern ca. 1cm weiter innen.


Dann habe ich ein rechteckiges Stück Stoff untergenäht (=Untertritt). Es lebe weißer Stoff auf weißem Stoff auf weißer Nähmaschine! :D


An die rechte Seite habe ich ebenfalls ein Stück
Stoff angenäht, aus dem dann die verdeckte Knopfleiste wird. (Die Hose liegt hier mit der rechten Seite nach innen, daher sind die Seiten diesmal verkehrt)


Vorläufig eingefaltet erkennt man die Knopfleiste schon mal ungefähr (das Stück, wo mein Finger dran hängt ;)


Vor dem Festnähen noch schnell ein paar pretty Knopflöcher (+ gelbe Markierungen).


Der Untertritt wird zum Schluss noch mal fixiert, damit er nicht so in der Hose rumschwabbelt (hört sich komisch an, ist aber wirlich so! *g*)



Fertig ist der Knopflose Hosenschlitz. (Suchbild: Wo ist Walter?)


Jetzt finde ich gerade die restlichen Schnittteile für den Bund nicht, also erstmal Pause :3

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11:59

Mittwoch, 13. August 2008

Pizza oder Gemüse?

Für ein bißchen Abwechslung habe ich nun mit der Hose angefangen.

Ich hab mich beim Stoff dann doch umentschieden und nehme nun statt Jersey Köper. Das macht es erstens einfacher mit dem Kragen vom Hemd und zweitens hätte die Hose sonst vermutlich eher nach Leggins ausgesehen...

Beim Kontrollmessen hat sich rausgestellt, dass mir mein Basishosenschnitt (= von alter Lieblingshose abgenommen) um mindestens 10cm zu klein ist (in der Breite ._.'). Kein Wunder, dass die letzte Hose nach dem Schnitt nicht mal meiner wesentlich schmaleren Schwester gepasst hat. Allerdings kann ich es mir auch nicht ganz erklären, schließlich hab ich nicht zugenommen und suuuuuuuperstrechig war die andere Hose auch nicht.

Aber da ich zum Hosen konstruieren zu doof bin, muss jetzt wohl ein Burda-Schnitt ran. Dieser hier wurde auserwählt:


Optimistisch, wie ich bin, hab ich den Schnitt zwei Größen kleiner als nach Burda-Maßtabelle genommen, also entweder passt er perfekt (Burda fällt ja eh immer größer aus) oder mich muss abspecken :3

Ganz simpel diesmal: Vorderseite, Rückseite und der Bund. Keine Taschen oder sonstige überflüssige Extras. Das würde eh nur auftragen und wäre unter der Tunika kaum erreichbar.



Dementsprechend schnell sind die Teile dann auch zusammen genäht:

Die Anprobe hat ergeben, dass sie grad so passt, aber etwas zu lang ist (Kurzgrößen, ahja...)

Jetzt steh ich vor der Wahl Reißverschluss oder Knopfleiste? Wiki behauptet, der Reißverschluss wurde erst Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden. Aber zu welcher Zeit spielt denn "Zelda"? Da wird niemals auf die Zeit eingegangen und sowieso läuft das ja alles in einem Paralleluniversum ab. Aber wenn ich schätzen müsste, dann wahrscheinlich früher. Ich schau nachher in der Stadt einfach mal, was ich finde...

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11:47

Montag, 11. August 2008

Für den Wiedererkennungswert.

So, weiter geht's!

Weil ich den Halsausschnitt erst hinterher zurecht geschnitten hatte, muste ich für den Besatz erstmal wieder ausmessen. Ich hab ein Blatt Papier zwischen die Teile gelegt und am Ausschnitt entlang gezeichnet.



Entlang dieser Linien hab ich dann so pi mal Daumen den Besatz gezeichnet und ausgeschnitten.

Und angenäht. (Solche Sachen, bei denen man nicht mal 1mm Nahtzugabe hat, treiben mich ja normalerweise in den Wahnsinn, weil ich einfach zu große Panik habe, dass es ausfranst oder gleich um die Naht herum rausreißt.)


Nach dem Wenden sieht's dann so aus:

Dem aufmerksamen Beobachter wird jetzt vielleicht auffallen, dass hier noch die Schnürung fehlt. Die mache ich wahrscheinlich später (wenn überhaupt), weil ich erst sehen will, ob das mit der Schürung am weißen Hemd nicht ein bißchen zu viel wird...

Dann hab ich noch unten an der Tunika an jeder Ecke diese tollen Zierkringel draufgesteppt :D Eventuell sticke ich das noch mal mit Stickgarn nach, damit man es auch aus weiteren Entfernungen als 30cm gut sieht. Das kommt dann aber erst nach dem Färben.


Soweit ist die Tunika zumindest grob fertig, also auf zum nächsten Stück!


Auftritt: Die Mütze.

Entgegen aller Anleitungen im Internet (die ganzen zwei, die ich gefunden habe) sieht es merkwürdig aus, einfach zwei Dreiecke aneinander zu nähen, weil es komische Falten gibt, es sei denn, man schiebt die Mütze im Nacken zusammen. Schwer zu beschreiben, aber ein Bild hab ich leider auch nicht *g*
Um die Falten etwas zu mindern, habe ich daher eins der zwei Teile (das obere) etwa 5cm länger gemacht (oder das untere 5cm kürzer - ganz wie man will) und die Mehrweite dann eingehalten angenäht. Dadurch passt sich die Mütze hoffentlich besser der Kopfform an.



Für den Saum hab ich diese tolle Methode angewendet, die ich bei einer Knopfleiste bei einem alten Hemd gesehen hab:
Man schlägt den Saum 2x komplett ein...

...und näht dann am Rand fest.


Dann kann man das eingefaltete wieder nach außen wenden.


Dann noch die Details...

...und fertig ist sie.

Getragene Fotos gibt's erst später, weil ich momentan allein bin und es mit dem fotografieren nicht hinkrieg ._.' (und wehe, jetzt schreit einer "Selbstauslöser"! Das krieg ich mit der Kamera auch nicht hin! :P)

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16:41

Donnerstag, 7. August 2008

Könnte auch Robin Hood werden...

Long time no see... Aber ich war in Zwischenzeit nicht faul und hab weiter fleißig Materialien gesammelt. Außerdem hab ich ein Schnittmuster erstellt und ein Probeteil (oder zwei... oder drei... ._.') gemacht, aber die Bilder erspar ich euch mal.

Denn inzwischen hab ich auch schon mit der richtigen Tunika angefangen und bin sogar ein Stück weit gekommen.
Angefangen hat's wie immer mit Schnittteilen ausschneiden.



Da Schnittteile ausschneiden der blödeste Arbeitsschritt von allen ist, versuche ich mir so viel Arbeit wie möglich zu ersparen. Statt abzeichnen stecke ich das Schnittmuster immer nur fest und schneide dann drum herum.
An den Seiten habe ich zusätzlich noch mal einen halben Zentimeter mehr Nahtzugabe dazugegeben (die restlichen 1,5cm Nahtzugabe sind schon im Schnittmuster drin).




Ein Häufchen Tunika:




Zuerst kamen die Details am Ärmel dran. Zuerst der Schlitz und ein drüber gesetztes Rechteck (hat sowas einen Namen?):



Für die Schnürung hatte ich erst über (hand)gestickte Ösen nachgedacht, aber das war mir dann doch zuviel Aufwand und ich hab andere Kostümbilder gesehen, da sah es mit silbernen Ösen wirklich schick aus.
Hier also mal probeweise die Ösen aufgelegt und eine Testöse reingeschlagen, um zu sehen, ob sie auch nicht wieder rausfällt (wär ja nicht das erste Mal).



Statt Kordel zu kaufen, hab ich einfach Stofftunnel genäht und gewendet. Links vorher und rechts nachher.





Bein Einfädeln hab ich gemerkt, dass es gar nicht so wie auf dem Bild von oben nach unten funktioniert, weil die Enden dann vorne rausschauen. Ich meine, wie zur Hölle soll das denn gehen?



Sind die Enden irgendwie innen festgenäht? Funktioniert sowas nur in der Videospielewelt? Oder hat da einfach nur der Zeichner nicht aufgepasst?
Ich hab daher statt 8 Ösen 10 gemacht (zwei unter diesem aufgesetzten Rechteck) und andersrum eingefädelt.




Als nächstes wurden Vorder- und Rückseite zusammen genäht (an die Seiten kamen ebenfalls ein paar Ösen) und die Ärmel eingesetzt. Unten am Schlitz habe ich diese gestickten Verzierungen draufgenäht, aber irgendwie sind sie zu klein geworden und sowieso nur bei näherem Hinsehen sichtbar. Vielleicht mach ich das noch mal neu...

Aber immerhin ist es bereits ein anziehbares Kleidungsstück.




Sieht länger aus als es ist (und irgendwie auch enger, aber das liegt an der Puppe, hoffe ich *g*), aber bei mir sitzt es genau richtig.

Den noch fehlenden Ausschnitt mache ich nächstes Mal :)

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15:04

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